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Tierärztliche Praxis

Dr.med.vet.Volker R. Gerlitzki
Wentorfer Straße 15
21029 Hamburg


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Reise nach Rhodos März 2013

 

 

Am 14.3. gehts los nach Rhodos. Wenn es Sie interessiert, können Sie hier unseren Aufenthalt verfolgen!

 

Vorab noch ein kleiner Artikel der "Bergedorfer Zeitung" zum geplanten Aufenthalt, zu finden auf:


Bergedorfer Zeitungsbericht vom 9.3.2013 oder als PDF.

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So, nun geht es los:

 

 

Erster Teil:

 

Homer ist doch nicht schuldig!(Nicht der von den Simpsons)

Nachdem der geplante Start sich aufgrund des aparten Wetters, oder, um genauer zu sein, der eingefrorenen Tragflächen wegen um 1 Stunde verzögerte, erreichten wir Paris so verschneit und bodennebelig wie nie zuvor. Das musste leider auch der Pilot feststellen, da er kurz vor dem geplanten Aufsetzen die Maschine so ruckartig wieder nach oben riss, dass einigen Passagieren das Frühstück schon fast wieder im Gesicht stand . Während des Kreisens um Paris herum versuchten wir dann unsere Nerven zu beruhigen, nur um festzustellen, dass wir nun gezwungen waren im Schweinsgalopp unseren Anschlussflieger zu erreichen. Gott sei Dank hatte aber auch dieser eine Stunde Verspätung – Hurra!!!

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Paris, Flughafen Charles de Gaulles

 

 

 

15:30 Uhr. Ankunft in Athen. Landung O.K. Trotz fehlender Vereisung der Tragflächen lies es sich der Athener Flughafen nicht nehmen, uns erneut verspätet Richtung Rhodos zu schicken. Obwohl bekannt war, dass der Wind über Rhodos eine Stärke von 9 erreicht hatte, waren wir mit einem "klugen und erfahrenen" Piloten gesegnet, der erst kurz über der Landebahn auf Rhodos dann doch den Widrigkeiten des Wetters, sowie der nicht mehr funktionierenden Landebahnbeleuchtung und einem Tower, mit dem man nicht mehr sprechen konnte, Tribut zollen musste. So brach er „spontan“ den Anflug und damit die empfundene Rundreise über die griechischen Inseln ab und brachte uns zurück nach Athen.

Mit dem, was in den nächsten 2 Stunden passierte, möchten wir keinen Leser langweilen. Dennoch trieb das relativ unwichtige Detail, dass unser gesamtes Gepäck und Equipment in Paris verblieben war, unseren Blutdruck erneut in die Höhe.

 

23:30 Uhr – Ankunft im Hotel in Athen

0:30 Uhr – endlich im Zimmer

3:00 Uhr – der Wecker klingelt

3:30 Uhr – Bustransfer zum Flughafen Athen

5:30 Uhr – Boardingtime; Ab in den Bus, der uns zum Flugzeug bringen soll

5:55 Uhr – die nette Stewardess von eben, die uns gerade noch in den Bus verfrahtet hat, fordert uns nun auf, ebensolchen wieder zu verlassen, da weder Herr Kostas (???) da ist, noch die Wetterlage über Rhodos einen momentanen Anflug zulässt.

6:15 Uhr: Erneut sollen wir im Bus Platz nehmen und auf die Frage, ob sie sich sicher sei, antwortet die wirklich bezaubernde Flugbegleiterin nur mit einem Lächeln, das dem der Sphinx in keiner Weise nachsteht.

 

tl_files/images_neu/IMG_3807.pngTatsächlich landeten wir kurz nach 7 Uhr auf Rhodos –

12 Stunden später als geplant und leider weiterhin ohne Gepäck.

 

So, nur noch den bereitgestellten Mietwagen finden. Die exakte Beschreibung – „links aus dem Flughafen heraus, immer an der Wand entlang bis zum Kiosk“ klang einfach – leider gab es keinen Kiosk, wohl aber dann, nach einer Weile, das ersehnte Auto.

 

to be continued ...wenn endlich die Koffer da sind, kommen auch Bilder

Sturmschäden

 

 

Zweiter Teil:


Um 21:00 Uhr kam dann endlich auch unser Gepäck an. Natürlich wurde es uns nicht, wie versprochen gebracht, sondern musste von uns am Flughafen abgeholt werden. Ein Gutes hatte das Ganze aber doch –  da wir den Tag über eh kein Material hatten und so nicht operieren konnten, gab uns dieses die Möglichkeit, schon einmal mit allen Beteiligten Kontakt aufzunehmen.

Und dann wird einem klar, was Tierschutz bedeutet. Natürlich ist, obwohl alle engagiert sind, nicht wirklich etwas vorbereitet. Immerhin konnten wir schon ein wenig Material für die nächsten Tage zusammensuchen.

Ach ja, das Wetter auf Rhodos? Sehr windig, angenehme milde 17 Grad und, zumindest am Freitag, kaum Regen.

 

 

Dritter Teil:

 

Samstag. Nachdem der erste Termin für heute leider gestern Abend noch abgesagt wurde, haben wir uns im Nachbarzimmer einen OP-Raum  geschaffen. So wurde kurzerhand der Tresen zum OP-Tisch umfunktioniert, und die OP-Leuchte bestand aus drei lebensgefährlich angeschlossenen Glühbirnen. Sterilisiert wurden die Instrumente im Topf und anstelle der üblichen Einmal-Tücher schleppte unsere wirklich hilfreiche Gastgeberin tonnenweise Handtücher an.

Das Wetter: Im 30-Minuten-Wechsel Starkregen und wärmende Sonnenstrahlen.

 

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Für die Leser und Blogverfolger, die die Bilder schockiert, nur zur Erklärung:

 

Nichttragende Katzen werden standardmäßig im Hängen kopfüber kastriert, soweit das ihr Körpergewicht zuläßt. Diese Lage unterstützt die Atmung, die Herztätigkeit wird positiv beeinflußt und eine optimale Durchblutung des Gehirns wird so gewährleistet.

 

Ergebnis: 11 Katzenkastrationen, 2 Kaiserschnitte, 3 Katerkastrationen und die Kastration einer Hündin, sowie eine Notfallbehandlung einer an Blasensteinen erkrankten Katze. 

Da die mir zum Operieren  versprochene Hilfskraft auf griechische Weise entschuldigt wurde, musste nun der Computerspezi kurzerhand als OP-Hilfskraft einspringen. Die Computerprobleme müssen also erst einmal warten.

Highlight des Tages: Maria brachte uns als Anerkennung eine selbstgemachte griechische Pastete vorbei.  

 

Vierter Teil:


Heute ging es in den Süden. Telefonisch haben wir erfahren, dass dort 30-40 Katzen herumstreunern. Betreut werden diese von 2 reizenden englischen Ladies, Andrea und Sherry, sowie von Mascha, der Unterhalterin des im Süden gelegenen zweiten Tierheims.

Also packten wir alles zusammen und fuhren los. Vorbei am Kloster Moni Tsambika und der Stadt Archangelos, die für ihre beiden Kirchen berühmt ist. Die auffälligen Kirchtürme erinnern von weitem an Hochzeitskuchen und tatsächlich wird der Baustil auch so genannt.

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Nach Lindos wird die Bebauung dünner  und die Orte immer kleiner.

In Gennadi trafen wir uns im Haus von Sherry, in dem ca. 40- 50 Katzen drinnen und draußen leben. Überall Katzen, da wo man sie erwartet, auf den Sofas und Stühlen und leider auch da, wo man sie nicht erwartet, nämlich schmusend vor den Füßen. Dazwischen laufen in trauter Gemeinsamkeit ca. 5 Hunde herum, die ebenfalls um Streicheleinheiten betteln.

Erneut bauten wir uns ,diesmal im Gästezimmer des Hauses, unseren Op und so langsam trafen auch die von der Straße gefangenen Streuner ein.

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Die schlimme Erkenntnis : Hier sind alle Katzen schon tragend und so führten wir 14 Kastrationen durch, wobei wir jeweils auch die Gebärmütter entfernen mussten, was natürlich erheblich aufwendiger ist. Schlimmerweise kamen auch noch sechs Euthanasien hinzu, diesen Tieren wäre ein lebenswertes Weiterleben nicht möglich gewesen. Andrea erwies sich als sehr hilfreich und reinigte permanent unser OP Besteck, während Sherry uns mit Kaffee durch den Tag half.

Auch auf Rhodos wird es irgendwann dunkel und so trafen wir in stockdusterer Nacht wieder in Faliraki ein. Heidi, die „Katzenflüsterin“ von Kallithea hatte uns abends zum Essen eingeladen und obwohl wir auch dort eine chronisch erkrankte Katze „erlösen“ mussten war die Stimmung dank leckeren Essens, guten Weins und den supernetten Gastgebern Heide und Georg heiter und gelassen.

 

Wetter: blauer Himmel, sehr windig und dadurch gefühlt deutlich kälter als die angegebenen 17 Grad.

 

Fazit: heute war es sehr blutig und wir befürchten, morgen wird es erneut so werden.

 

Das Gute: wir haben heute ca. 50 Katzen und deren Nachkommen ein elendiges Leben und Leiden erspart, denn unten in den Dörfern werden die Katzen reihenweise vergiftet, wenn es zu viele werden.

Fünfter Teil:


Tatsächlich legten wir heute die ca. 60 Km nach Genardi im Schweinsgalopp zurück, da wir schon ahnten, was uns da Unten erwartet. Erneut mussten 13 „Radikaloperationen“ bei weiblichen Katzen durchgeführt werden, 3 Kater wurden kastriert und leider erneut 3 Katzen euthanasiert, da sie zu krank waren, um sie auf die Straße zurück zu setzen.

Gegen 17 Uhr bewölke es sich leider zusehens, sodass wir ab dann eine Taschenlampe als Hilfsbeleuchtung einsetzen mussten. Da letzte Kätzchen haben wir dann kurzerhand auf morgen verschoben.tl_files/images_neu/100_0287.png

Geplant ist für  morgen ein Besuch im Tierheim von Mascha, und wir sind schon vorgewarnt worden, dass dort einige Hunde behandelt werden müssen, damit alle die besten Chancen auf eine Vermittlung in ein neues Zuhause haben.

 

Schlecht: So langsam geht uns das Katzennahtmaterial aus, da wir aufgrund der vielen Totaloperationen erheblich mehr Material brauchen als eingeplant.

 

Gut: Der köstliche Kirschkuchen von Ursula, der Nachbarin von Cherry, die ursprünglich aus Garmisch-Patenkirchen stammt.

 

Besser: Die köstlichen Versuche von den beiden englisch sprechenden Ladies Garmisch-Patenkirchen auszusprechen.

 

Fazit: Wir fühlen uns beide etwas ausgepowert. Obwohl wir uns auf einer wunderschönen griechischen Insel aufhalten, ist es uns nicht gelungen, auch nur 30 Minuten in der Sonne zu verbringen. Hoffentlich wird das morgen anders.

 

Sechster Teil:

 

Nachtrag zum 5. Tag: Es gab natürlich auch noch kleine Blätterteigtaschen mit Käse und Spinat und Lachs gefüllt - eigens hergestellt von Cherrys Freundin. Köstlich!

 

Wieder unterwegs nach Gennadi. Heute sind die Hunde dran. Ein paar Kastrationen und danach noch den Strand und den Sonnenuntergang genießen. So war es zumindest geplant. Womit wir nicht so richtig gerechnet hatten, war die Tatsache, dass die Racker wohl noch ein paar extra Duracellzellen eingebaut haben und es äußerst kniffelig war, sie überhaupt zum Schlafen zu bringen. Einer meinte dann auch noch, nach einer Dosis, die in Deutschland eine ausgewachsene Wildsau flachgelegt hätte, erst noch einmal stiften zu gehen um dann ein paar Hundert Meter entfernt, natürlich mitten in Dornbüschen direkt an einem Abhang, endlich ruhig gestellt zu werden. Zum Glück, ohne unter ein Auto zu kommen. Eine kranke Katze kam noch und der Doc durfte sie, Gott Sei Dank, einschläfern. Die Katze war gelb wie eine Quitte, nicht mehr ansprechbar  und mit einem Leberversagen draußen auf der Straße zu überleben, ist wohl eher unwahrscheinlich.

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St. Mark an der Straße nach Kattavia
gebaut von den Italienern während der Besatzungszeit

 

Prassonissi, also die südlichste Stelle von Rhodos zeichnet sich üblicherweise durch das zusammentreffen der West und Ostküste, jeder Menge Wind und jeder Menge Surfern aus. Der Wind war da, die Surfer fehlten vollständig, auch hier, Geisterstadt. Eine gute Nachricht an Sascha : das Kloster im Süden wird renoviert !

Noch ein paar gute Fotos in der Festung von Monolithos geschossen und über wirklich schöne Serpentinen in anderthalb Stunden nach Haus.

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Monolithos hier mit Tourist
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und noch einem ... und nochmal von der Seite

 

Highlight des Tages:  Wir haben den flüchtigen Hund bekommen, nach all der Arbeit und Mühen, die Masha schon in Ihn investiert hatte, wäre es eine Schande gewesen.

 

Und: Serpentinen fahren ist g…. äh Sorry, toll !

 

Wetter: anfangs toll, dann zunehmend bewölkt , allemal besser als anderswo

 

Aussicht: morgen wird computert!

 

und es gibt Mücken, wie wir in der Nacht feststellen mussten ...

 

Siebter Teil:


Heute erwartet uns keine zweistündige Gurkerei zu Maschas Katzen und Hunden im Süden und auch keine derartige Aktion im gegenüberliegenden Zimmer hier in Faliraki. Heute teilen wir uns zunächst auf. Und während der eine sich endlich darum kümmern kann, Ersatzteile und Zubehör für die Computer zu kaufen, fährt der andere ins Tierheim des R.A.W.S in Rhodos Stadt, um dort einen medizinischen Blick auf die 380 „Insassen“ zu werfen. Auch musste das weitere Vorgehen mit Anastasia besprochen werden und als Letztes, wir brauchen dringend Nahtmaterial, da wir aufgrund der unerwartet hohen Zahl schwieriger Operationen mit langen Wundnähten, langsam kein eigenes Material mehr haben. Natürlich hilft Anastasia mit Nahtmaterial aus.

Das Gute an der Sache ist, dass der Tierschutzgedanke hier alle die vereint, die sich diesem Gedanken hingeben, und wir insofern auch von allen Seiten Hilfe bekommen und nicht nur geben. Blockaden findet man nur von Seiten des Staates und der Gemeinden. Wer jemals auf diesen Inseln gewesen ist, hat miterlebt, dass es eine unendliche Zahl an streunenden Hunden und Katzen gibt, aber die Gemeinden relativ offen zugeben, dass es billiger ist, die Tiere umzubringen, als sie zu kastrieren und um das zu verhindern, sind wir hier. Das eigene Ego muss hier einfach in die zweite Reihe treten, die einzige Motivation ist hier wirklich der Tierschutzgedanke der einem die Kraft geben muss, jeden Tag erneut loszuziehen

Erkenntnisse des Tages: Manche Computer sind so tot, dass man sie trotz neuer Organe nicht mehr reanimieren kann und, der Tierschutzgedanke muss das sein, was alles trägt, unabhängig von persönlichen Interessen.

 

Wetter: Viel Sonne, zum Teil gefühlte 20 Grad.

 

Schlecht: Auch wenn wir früher als erwartet fertig waren, sind die Sehenswürdigkeiten auf Rhodos außerhalb der Saison schon ab 15 Uhr geschlossen.

 

Und hier noch ein paar Frühlingsgrüsse ins verschneite Deutschland.

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Achter Teil:


Hier wird das Wetter zunehmend schlechter, was man auch an der Ausbeute der Helfershelfer, die uns die Katzen bringen sollen, erkennen kann. Bei regnerisch-stürmischem Wetter ziehen es offensichtlich auch die Rhodos-Katzen vor, sich zu verkriechen. Also bereiten wir unseren OP erneut im Nachbarzimmer vor um 10 Katzen zu kastrieren, zwei Wundversorgungen vorzunehmen und einen, angeblich hoffnungslosen Tumorpatienten von seinem Tumor im Ohr, der grösser als das Ohr ist, zu befreien. Leider wurde Emmy, unsere Holländerin, beim Versuch das zweite Katerchen zu fangen so böse gebissen, dass wir sie umgehend ins Krankenhaus bringen lassen mussten.

Mittags fahren wir erneut ins Tierheim des R.A.W.S um die dortigen Computerprobleme anzugehen. Bei der Gelegenheit schaue ich mir auch das nahegelegene große Katzengehege einer ansässigen Rechtsanwältin an. Auf einem recht großen Freigehege leben momentan 80 Katzen, werden dort versorgt und warten auf eine Vermittlung ins Ausland.

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Der allnächtliche Alptraum holt uns auch diese Nacht frühzeitig aus den Federn. Ein Mückenheer sorgt auch diese Nacht für Juckreiz und mächtige Blasen auf der Haut. Nur gut, dass wir keine Hunde sind, sonst hätten wir uns vermutlich schon mit der Leishmaniose angesteckt. Dies ist eine hier unter den Hunden grassierende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Als Maßnahme, um eine Verbreitung der Krankheit einigermaßen einzuschränken, schützt man die infizierten Hunde, denen es noch einigermaßen gut geht, mit massivem chemischen Mückenschutz. Somit können keine Mücken das infizierte Blut aufnehmen und an Gesunde weitergeben.

 

Wetter: windig, kälter, aber im Vergleich zu Good Old Germany traumhaft schön. So kann Frühling sein.

 

Neunter Teil

 

So langsam verschwimmen die Tage. Gestern waren wir, zumindest innerhalb dieser Aktion, ein letztes Mal in Gennardi, um 12 Tiere zu kastrieren (2 Hund, 10 Katzen). Auf dem Hinweg leisteten wir uns ein besonderes  Schmankl und statteten dem Landesinneren einen Besuch ab.

Sehenswert ist sowohl das Bergdorf Psinthos mit einem richtigen kleinen Dorfplatz, einer beeindruckenden Kirche, und, bemerkenswert, einem freien Wi-Fi.

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Besondere Eindrücke, mit einem morbiden Beigeschmack, liefert der Ort Eleousa, dessen ehemaliger Stadtkern, von den Italienern gebaut, nun aber seit mehr als fünfzig Jahren ungenutzt vor sich hin rottet.

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Eleusa  

 

Im Anschluss geht es knapp 40 km über engste Serpentinen Richtung Asklipión. Was wir dabei nicht berücksichtigt hatten war, dass die Unwetter der letzten Tage die Straße an mehreren Stellen überflutet hatte, sodass einen von uns barfuß vorweg gehen musste, um zu schauen, ob die Stelle passierbar war. Auch wenn die Strecke erheblich mehr Zeit in Anspruch nahm, bekamen wir Eindrücke und Bilder mit, die sich in unser Bewusstsein gebrannt haben.

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Auch das Ausmaß der verheerenden Waldbrände wird dort sichtbar, steht doch kein einziger lebender Baum mehr.

Nach erfolgter Ankunft arbeiteten wir bis 18:45 Uhr, um dann den Abend in einer kleinen Taverne mit ein paar netten Leuten ausklingen zu lassen.

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Bick auf Stausee

 

Zehnter Teil


Ursprünglich stand heute Repräsentatives auf dem Programm. Zu Gunsten der Katzen von Rhodos fand ein Basar in Antonios Bar statt. Hier trafen sich alle, die irgendwie im Tierschutz Rhodos aktiv sind oder auch nur passiv interessiert sind. Im Angebot standen selbstgemachtes Olivenöl, Marmeladen, Pflanzenableger, selbstgemachte Osterkerzen, allerlei Häkelwaren, ein wenig Trödel und alle möglichen Gegenstände, auf die man Katzen oder Hunde drucken kann. Da durften wir beiden Newcomer natürlich nicht fehlen und wurden der „Meute“ freundlich vorgestellt. Sagte ich Ursprünglich? Ja, ob wir wohl noch drei Katzen machen könnten, äh fünf, zusätzlich zu den Zweien, die grade gebracht wurden. Naja, und beim Basar war auch noch eine Hochschwangere. Also wetzten wir erneut die Messer und versuchten parallel Heidi in die Geheimnisse des neuen Computerbetriebssystems einzuweisen.

Gut: Das Wetter wird immer besser, und es gruselt uns vor Deutschland, auch wenn alle Ansässigen klagen, sie hätten einen harten Winter.

Besser: An die griechische Küche von Sabrinas Tante könnte man sich gewöhnen, abends waren wir zum Essen eingeladen, anwesend war auch die Ehrenvorsitzende des Tierschutzvereins, eine 92jährige Dänin, die mit ihrem Kleinstwagen beängstigende Leistungen verbringt.

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 bei Sabrinas Tante im "Dolce vita", Faliraki
von li.: Sabrinas Mutter, Emmy, Sabrina, Jutte, Heidi, Fred

 

Elfter Teil

 

Gestern hatten wir frei. Und so machten wir uns erneut in den Südwesten auf, diesmal allerdings nicht um Tiere zu behandeln oder Patienten von der Straße wegzufangen, sondern um uns das antike Kamiros anzuschauen. Diese Stadt hat es nicht unbedingt gut getroffen, wurde sie doch ungefähr 200 Jahre vor Christus von einem Erdbeben plattgemacht und 150 Jahre nach Christus noch einmal. Gottseidank so gründlich, dass sich kaum einer an den Steinen bediente und die Ruinen dadurch Heute einen besonders intensiven Eindruck hinterlässt.(ca. 500 Fotos, die wir natürlich nicht alle zeigen, können unsere Begeisterung belegen).

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Ruinen von Kamiros Das alte Kamiros, im Hintergrund die Türkei

 

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Die Kirche unserer lieben Frau von Filerimos Kloster

Ialyssos Kloster

 

Da wir gestern ein echtes Traumwetter hatten, hatte man den Eindruck, dass die nahe türkische Küste noch näher war. Weiter ging es nach Ialyssos, wo wir eine sehenswerte Ansammlung verschiedenster Kirchen auf kleinstem Raum besichtigten. Besonders herausragend ist das größte Kirchengebäude auf dem Filerimos, das aber tatsächlich aus vier Kapellen und einem Kloster besteht. Von dem nahe liegendem byzantinischen Fort hat man einen unglaublichen Ausblick auf ein geschätztes Zehntel der Insel. An nördlichster Stelle liegt, wie eine weiße Zipfelmütze, die von den Italienern angelegte Neustadt von Rhodos. Im Hintergrund können wir einen schneebedeckten Gipfel der nahegelegenen türkischen Gebirgskette erkennen.

 

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tl_files/images_neu/11_Rhodos Zipfel.pngZu guter Letzt statteten wir der Stadt Rhodos einen weiteren Besuch ab. Nach einem kurzen Blick in die Neustadt ließen wir es erneut zu, in den Hunderten von winzigen Gässchen verloren zu gehen. Auf der Suche nach Mitbringseln, Sorry Sascha, leider waren die Münzläden geschlossen (Sonntag halt), stießen wir auf einen gut sortierten Gewürzladen.

 

Der Abend näherte sich, und dank unserer supernetten  Gastgeberin Sabrina Pagonakis von Isis Travel fanden wir noch ein Restaurant, das unser aufkommendes Hüngerchen befriedigen konnte. Unser hungriger Kleinwagen musste leider noch einen Diättag einlegen, da sich im gesamten Umkreis keine offene Tankstelle mehr finden ließ.

Koffer packen, ein letztes Glas Wein, und im Hinterkopf das Wetter in Deutschland, lassen wir den Tag ausklingen.

 

Zwölfter Teil

 

Geneigter Leser, für dieses Mal heißt es Abschied nehmen. Auch wenn wir gerne eine chaotische Rückfahrt präsentiert hätten, lief, bis auf eine einstündige Verspätung auf Rhodos, die wir aufgrund der langen Wartezeit in Athen locker verschmerzen konnten, alles glatt. Am Flughafen trafen wir zu unserer Überraschung Mascha, den Kofferraum schon wieder voll mit zwei am Straßenrand gefundenen Welpen und in Erwartung einer Freundin, und den Papa von Sabrina, der als Vertreter der Touristikbranche die diesjährige Saison eröffnete und den ersten Charterflug begrüßte.

 

Was haben wir erreicht?

 

Wir haben in der Zeit roundabout 100 Tiere kastriert, der Großteil davon tragend, was bedeutet, dass wir ungefähr 400 zusätzlichen Tieren auf Rhodos ein erbärmliches Leben erspart haben. Wir haben unter z.T. lachhaften Bedingungen arbeiten müssen, ohne vernünftiges Licht, Arbeitsbereich und Sterilisation. Das was unter diesen Bedingungen möglich war, haben wir geleistet und damit kann man vollauf zufrieden sein.

 

Ist die Aktion damit beendet?

 

Wenn man vom Bedarf ausgeht, sicher nicht, wenn man von den vielen Einladungen und Aufforderungen, zurück zu kommen ausgeht, sicher auch nicht.

 

Wir danken den vielen, die uns unterstützt und geholfen haben. An aller erster Stelle Sabrina, bei der wir wohnen durften und die ein weiteres Gästezimmer freiwillig als OP-Raum hergab, ganz zu schweigen von der Unermüdlichkeit Tiere einzufangen und uns zu bringen.

Heidi und Georg, die uns mit einer solchen Herzlichkeit in Empfang nahmen und sich um uns kümmerten, als wir uns noch etwas verloren fühlten. Bei denen kamen wir uns nicht vor wie Gäste oder Besucher, sondern wie Freunde oder Familienangehörige. Dafür ein großes und fettes Ευχαριστω!

Cherry, auch wenn sie das über sich niemals lesen wird, weil sie sich gerade wieder um ihre unzähligen Haustiere kümmert, ein großes Dankeschön dafür, dass wir ihre gesamte obere Etage in Beschlag nehmen konnten und auf wundersame Weise die Räume am nächsten Tag wieder sauber waren.  

Andrea, die uns ohne lange zu zögern den Zugang zu sämtlichen Materialien die sie hatte, ermöglichte, persönlich half, Tiere zu säubern und Materialien für den nächsten Einsatz vorzubereiten. Thank you so much.

Mascha, die uns im Süden bei unseren ersten Schritten hilfreich war und jetzt wahrscheinlich schon wieder dabei, einem Tier ihre Hilfe zu gewähren.

Und zu guter Letzt danken wir natürlich auch Anastasia und Flora vom R.A.W.S, die, auch wenn sie sich offiziell zurück halten mussten, uns mit Material und viel Zuspruch über die Runden halfen. Schade, dass wir die Website der R.A.W.S nicht bearbeiten konnten, aber dazu blieb leider keine Zeit.

 

Kaλiméra und Αντίο

 

Volker und Fred


 

Sabrina Heidi und Georg
 Sabrina  Heidi und Georg
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Cherry
Mascha
 Anastasia  Flora
Anastasia
Flora


 

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